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14. Februar 2026
Knoten ist geplatzt: Landesdienst hält Anschluss
Tragfähiger Kompromiss erzielt - In der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam ist der Knoten pünktlich zur Fastnachtshochphase geplatzt: Die Tarifvertragsparteien haben sich nach zähem und hartem Ringen im Kern geeinigt auf insgesamt 5,8 Prozent Linearanpassung in drei Schritten und einen Mindestbetrag in Höhe von 100 Euro bei einer Laufzeit von 27 Monaten.
Die Vorsitzende des dbb rheinland-pfalz, Lilli Lenz, bewertete den Abschluss als tragfähigen Kompromiss: „Beide Seite haben verantwortungsvoll Zugeständnisse gemacht für einen funktionierenden, verlässlichen öffentlichen Dienst, in dem fair bezahlt wird und die wirtschaftliche Teilhabe der Beschäftigten wieder gesichert ist. Die Landesbeschäftigten halten Anschluss. Jetzt muss das Tarifergebnis schleunigst landesgesetzlich zeit- sowie wirkungsgleich auf die Besoldung und Versorgung der Landes- und Kommunalbeamten übertragen werden. In Rheinland-Pfalz ist das politischer Konsens. Und das gilt dank unseres jahrelangen Bohrens auch nach der Landtagswahl, wie uns in Fraktionsgesprächen versichert wurde.“
Der dbb Landesvize Peter Mertens, Vorsitzender der dbb arbeitnehmervertretung rheinland-pfalz ergänzte: „Wir hatten es in Potsdam in der Bundestarifkommission nicht leicht. Die Arbeitgeberseite hat lange gemauert und dann zunächst unzureichende Eckpunkte eingebracht. Hartes Verhandeln und ganz besonders auch der Druck unserer Mitgliedschaft in Warnstreiks sowie bei Demos auf der Straße haben gewirkt. Die Arbeitgeber mussten sich bewegen. Großer Dank an alle, die mit uns auf der Gass´ waren!“
Kernbestandteile der Tarifeinigung sind:
Einkommenserhöhung 5,8 Prozent (zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro; zum 1. März 2027 um 2,0 Prozent und zum 1. Januar 2028 um 1 Prozent), Laufzeit 27 Monate
Erhöhung der Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit
Anpassung der Kündigungsschutzregelungen Ost an West
Ausbildungspaket: u.a. Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 150 Euro
Hintergrund:
Von den Verhandlungen sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Alle Informationen zur Einkommensrunde gibt es unter www.dbb.de/einkommensrunde .
Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb-rlp.de
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