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17. Januar 2026
Das lassen wir uns nicht länger bieten!
An alle Kolleginnen und Kollegen, die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam ist beendet. Das Ergebnis?
Während wir täglich den Laden am Laufen halten, präsentiert uns die Arbeitgeberseite (TdL) nach wie vor kein verhandlungsfähiges Angebot.
Unsere Entgeltforderungen wurden als „deutlich zu hoch“ zurückgewiesen, eine Laufzeit von zwölf Monaten als „deutlich zu kurz“. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, stellte die Arbeitgeberseite lediglich Erhöhungen knapp über der Inflationsrate in den Raum – bei einer Laufzeit von 29 Monaten und Nullmonaten für das gesamte Jahr 2025.
Das bittere Fazit: Den Finanzministerinnen und Finanzministern ist der Haushalt wichtiger als die Beschäftigten!
Die Taktik der Arbeitgeber: eine bodenlose Frechheit
Die TdL zeigt keinerlei Willen zu echten Zugeständnissen. Stattdessen erleben wir eine Argumentation, die an Respektlosigkeit kaum zu überbieten ist:
• Gesetze als Vorwand: Kosten, die durch neue Gesetzgebungen entstehen (und eigentlich die Bevölkerung entlasten sollen), werden eins zu eins gegen uns und unsere berechtigten Lohnforderungen aufgerechnet.
Es ist ein Schlag ins Gesicht jeder einzelnen Kollegin und jedes Kollegen, wenn die TdL so tut, als gäbe es keinen Spielraum.
Ich bin es leid, aus den verschiedenen Ministerien immer wieder Ratschläge zu hören, was wir als Gewerkschaften fordern müssten, um die Attraktivität des Dienstes zu steigern. Nicht wir sind untätig – wir kämpfen an vorderster Front! Wer echte Veränderung will, sollte seine Forderungen nicht an die Fachgewerkschaften richten, sondern ihr Finanzministerium damit bombardieren. Dort sitzt die Blockade, nicht bei uns.
„Wir alle sind es wert – und wir lassen uns nicht mit fadenscheinigen Ausreden abspeisen!“
Die Masken sind gefallen. Die Arbeitgeberseite hat klargestellt, dass sie uns ohne massiven Druck keinen Zentimeter entgegenkommen wird. Jetzt liegt es an uns allen, die richtige Antwort auf der Straße zu geben! Und zwar alle Berufsgruppen und Mitarbeitenden. Ob angestellt oder verbeamtet.
Mit kollegialen Grüßen
Sönke Patzer, stv. Bundesvorsitzender BSBD
Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.bsbd.de
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